Foto: Zhao Yi
© BCAF
Wanderausstellung
Weniger, aber besser. Dieter Rams' Ausstellung in China
Hehn-Chu Ahn, Cassandra Peters
Unsere Wanderausstellung reist in Zusammenarbeit mit der Beijing Contemporary Art Foundation (BCAF) unter dem Titel „Weniger, aber besser: Dieter Rams' erste Ausstellung in China“ zu einer der wichtigsten Produktionsstätten für den Welthandel und damit zu einer der Zentren, wo vernunftorientierte Gestaltung einen hohen Stellenwert einnehmen muss, zum Land der Mitte.
Aufgrund der ungeheuren Warenmengen, die von China ausgehen und mittlerweile jeden Winkel auf der Erde erreichen bzw. den Alltag von Milliarden Menschen beeinflussen, erhöht sich der Wirkungsgrad entsprechend exponentiell, wenn gutes Industriedesign dort am Werken ist. Vor diesem Hintergrund ist es uns ein Anliegen, dass unsere Ausstellung zu Dieter Rams‘ Haltung zu gutem Design einem breiten Publikum gerade in den Hochschulen, aber auch in den wichtigen Designmuseen Chinas zugänglich gemacht wird.
Central Academy of Fine Arts
In diesem Zusammenhang kam von der ersten Ausstellungsstation, der School of Design an der Central Academy of Fine Arts (CAFA), bereits eine unmissverständliche Signalwirkung aus. Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung fand zum Auftakt eine Gesprächsrunde zum Thema „Dieter Rams‘ Designphilosophie, Ausstellung sowie Industriedesign-Ausbildung“ statt, dessen Besetzung bereits ein Statement setzte. An erster Stelle ist Prof. Liu Guanzhong zu nennen, der als einer der wichtigsten Industriedesigner Pionierarbeit in dieser Disziplin in China geleistet hat. Des Weiteren nahmen Experten wie Prof. Zhao Chao von der Tsinghua-Universität, Prof. Gao Yang von der CAFA oder Prof. Lei Haibo, der Vizepräsident der China Industrial Design Association, an der Runde teil. Interessanterweise weisen die Viten mehrerer chinesischer Gesprächsteilnehmer eine Ausbildung in Deutschland auf, darunter die von dem ehrenwerten Prof. Liu, Prof. Gao oder Wang Zijian, dem jungen Repräsentanten für China der rams foundation. Infolgedessen war im Gespräch aus diesem exklusiven kleinen Zirkel wiederum die Prägung von deutschem Industriedesign deutlich zu erkennen.
Wir freuen uns, dass unsere Wanderausstellung vom 14. September bis zum 8. Oktober 2025 an dieser (für chinesische Verhältnisse) kleinen, aber sehr feinen Universität im Herzen von Peking zu sehen war – ganz nah bei den Studentinnen und Studenten. Und wir hoffen, dass der fachliche Austausch in den kommenden Ausstellungsstationen in China, weiter vertieft wird.
Wir freuen uns, dass unsere Wanderausstellung vom 14. September bis zum 8. Oktober 2025 an dieser (für chinesische Verhältnisse) kleinen, aber sehr feinen Universität im Herzen von Peking zu sehen war – ganz nah bei den Studentinnen und Studenten. Und wir hoffen, dass der fachliche Austausch in den kommenden Ausstellungsstationen in China, weiter vertieft wird.
Ausstellungseröffnung 2025 'Dieter Rams: less, but better' an der Central Academy of Fine Arts (CAFA) in Peking.
Foto: Zhao Yi © rams foundation
Beijing Institute of Technology
Am 2. November 2025 wurde die Ausstellung an der Beijing Institute of Technology (BIT) feierlich eröffnet. Auch hier war es Ziel, die Lehre von Dieter Rams und seinem Team an junge Designerinnen und Designer — und jene, die es werden wollen — weiterzugeben.
Eine Besonderheit der Wanderausstellung in China sind die Erweiterungen um die bisher unveröffentlichten Skizzen zum Thema Uhren sowie eine Auswahl an fotografischen Werken von Ingeborg Rams. Diese Highlights sind auch an der BIT, das zu den renommiertesten technischen Hochschulen Chinas zählt und über einen eigenen Fachbereich für Design und Kunst verfügt, zu sehen. Ein idealer Ort, um die Ideen von Dieter Rams einem jungen, kreativen Publikum zugänglich zu machen.
Gerade im Umfeld technologischer Innovationen wird deutlich, wie relevant Rams‘ Ansatz bis heute ist: durchdachtes, verantwortungsvolles Design bleibt die Grundlage für nachhaltigen Fortschritt. Das große Interesse der Besucherinnen und Besucher zeigt, dass Dieter Rams‘ Haltung und Werte weiterhin weltweit Bedeutung haben.
Eine Besonderheit der Wanderausstellung in China sind die Erweiterungen um die bisher unveröffentlichten Skizzen zum Thema Uhren sowie eine Auswahl an fotografischen Werken von Ingeborg Rams. Diese Highlights sind auch an der BIT, das zu den renommiertesten technischen Hochschulen Chinas zählt und über einen eigenen Fachbereich für Design und Kunst verfügt, zu sehen. Ein idealer Ort, um die Ideen von Dieter Rams einem jungen, kreativen Publikum zugänglich zu machen.
Gerade im Umfeld technologischer Innovationen wird deutlich, wie relevant Rams‘ Ansatz bis heute ist: durchdachtes, verantwortungsvolles Design bleibt die Grundlage für nachhaltigen Fortschritt. Das große Interesse der Besucherinnen und Besucher zeigt, dass Dieter Rams‘ Haltung und Werte weiterhin weltweit Bedeutung haben.
Professoren und Studenten bei der Eröffnung einer weiteren Station der Wanderausstellung, im Beijing Institute for Technology (BIT) im November 2025.
Foto: Liu Yixin © rams foundation
Fosun Foundation
Mitten im Finanzdistrikt der weltberühmten Uferpromenade Shanghais – The Bund – steht die kinetische Architektur der Fosun Foundation. Mit „Less, but better“ hat das Fosun Art Center am 21. Januar richtungsweisend das Ausstellungsjahr 2026 eröffnet. Wir freuen uns, dass unsere Wanderausstellung in einer der wichtigsten Metropolen Chinas zu sehen ist und vor allem einem urbanen, kosmopolitischen und designorientierten Publikum vorgestellt wird. Denn in diesen Hotspots wollen wir auch die Verantwortlichen für gutes Design erreichen.
Nach der Vernissage fand eine öffentliche Gesprächsrunde zum spannenden Thema „Aktuelle und zukünftige Designentwicklungen in China“ statt. Dazu waren eingeladen Prof. Xue Hai’an von der Design-Fakultät, Prof. Yang Wenqing von der School of Design and Creativity, beide von der Tongji-Universität, der Geschäftsführer des ortsansässigen chinesischen OPPO Industrial Design Centers, Liu Haoran, sowie Dr. Ahn Hehn-Chu von der rams foundation. Es wurden die gegenwärtigen Tendenzen in der chinesischen Designlandschaft sowie die gestalterischen Möglichkeiten für dieses wichtige Produktionsland und dessen kennzeichnendes Wirtschaftssystem eruiert.
Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Februar 2026 in Shanghai zu sehen, bevor sie im Anschluss zu unserem nächsten Halt weiterreist: Hong Kong.
Nach der Vernissage fand eine öffentliche Gesprächsrunde zum spannenden Thema „Aktuelle und zukünftige Designentwicklungen in China“ statt. Dazu waren eingeladen Prof. Xue Hai’an von der Design-Fakultät, Prof. Yang Wenqing von der School of Design and Creativity, beide von der Tongji-Universität, der Geschäftsführer des ortsansässigen chinesischen OPPO Industrial Design Centers, Liu Haoran, sowie Dr. Ahn Hehn-Chu von der rams foundation. Es wurden die gegenwärtigen Tendenzen in der chinesischen Designlandschaft sowie die gestalterischen Möglichkeiten für dieses wichtige Produktionsland und dessen kennzeichnendes Wirtschaftssystem eruiert.
Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Februar 2026 in Shanghai zu sehen, bevor sie im Anschluss zu unserem nächsten Halt weiterreist: Hong Kong.
Mitarbeiter der Shanghai Fosun Foundation vor einem Plakat der Ausstellung im Januar 2026, im Herzen der Stadt.
Foto: Fosun Art Foundation © rams foundation
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